3D-Druck Glossar

3D Drucker Glossar Übersicht

  1. 3D-Drucker
  2. 3D-Scanner
  3. ABS-Filament
  4. Aceton
  5. Beheiztes Druckbett
  6. Blue Tape
  7. CAD
  8. CAD-Programm
  9. Dual-Extruder
  10. Extruder
  11. Farbwechselnde Filamente
  12. FDM Fused Deposition Modeling
  13. Glow in the Dark Filamente
  14. Heizbett
  15. HIPS-Filament
  16. Kapton-Tape / Polyamid-Klebeband
  17. Messschieber
  18. PLA-Filament
  19. PVA-Filament
  20. Rapid Prototyping
  21. Schmelzverfahren
  22. Sinter-Verfahren
  23. STL Format
  24. Sterolithografie (STL oder SLA)
  25. Supportmaterial bzw. Stützmaterial

3D-Drucker

Ein 3D-Drucker ist eine Maschine die dreidimensionale Werkstücke produziert. Eine Software sendet die dreidimensionalen Druckdaten an den 3D-Drucker. Der 3D-Drucker verarbeitet Kunststofffäden bzw. Kunststoffgranulate. Diese sogenannten Filamente werden geschmolzen und über eine Düse, Schicht für Schicht aufgetragen bis die letzte Schicht des Druckobjekts gedruckt wurde.

3D-Scanner

Ein 3D-Scanner tastet dreidimensionale Objekte ab und erstellt aus den Daten ein 3D-Modell.

ABS-Filament

ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) wird als Faden auf Rolle zur Herstellung von 3D-Druck-Objekten verwendet. ABS zeichnet sich durch seine hohe Oberflächenhärte und Kratzfestigkeit aus. Das Material besitzt eine matt glänzende Oberfläche. Des Weiteren besitzt ABS eine gute Schlagfestigkeit und Ölbeständigkeit. Bei hohen mechanischen Belastungen hat ABS klare Vorteile. ABS sollte nicht für Gegenstände verwendet werden, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen. Das Filament neigt beim Drucken von größeren Objekten zu Verzug. Die optimale Extrusionstemperatur von ABS liegt bei ca. 220-240 Grad. Das Druckbett sollte auf ca. 90 Grad erhitzt werden.

Aceton

Druckt man mit ABS-Filament und bekommt keine glatte Oberfläche hin, kann einem der Einsatz von Aceton helfen. Das gedruckte Objekt wird in ein Aceton-Bad getaucht und ist danach glatt und glänzend. Eine genaue Anleitung wie man seine 3D-Objekte mit Aceton veredelt, finden Sie auf der Aceton-Produktseite.

Beheiztes Druckbett

Nicht ohne Grund besitzt ein großer Teil der 3D-Drucker ein beheiztes Druckbett. Insbesondere bei Druckobjekten mit großem Volumen verhindert ein beheiztes Druckbett den Verzug wodurch die Druckergebnissen an Qualität gewinnen. Je nach FIlamentart muss die Temperatur unterschiedlich eingestellt werden.

Blue Tape

Das Blue Tape gehört zu den beliebtesten Abdeckklebebändern im 3D-Druck. Mithilfe des Blue Tapes haftet das Filament hervorragend und lässt sich am Ende einfach von der Druckfläche lösen. Das Klebeband kann problemlos für alle gängigen 3D-Drucker bzw. Filamente verwendet werden.

CAD

CAD (computer-aided design) bedeutet rechnerunterstütztes Konstruieren. Das bedeutet, dass digitale Zeichnungen, oft dreidimensional, von Produkte mittels EDV konstruiert werden.

CAD-Programm

CAD-Programme sind Software, die dazu dienen 2D- und 3D-Zeichnungen von Objekten zu erstellen. Diese können dann mit Hilfe eines 3D-Druckers gedruckt werden.

Dual-Extruder

Dual-Extruder besitzen den Vorteil das zwei Filamente verarbeitet werden können. Somit ist man in der Lage Objekte 2-farbig bzw. aus zwei verschiedenen Materialien zu drucken. Gerade bei Objekten mit großen Überhängen hat dies große Vorteile. Der Extruder 1 druckt das PLA oder ABS, aus was das Objekt besteht und der Extruder 2 druckt das Stützmaterial. So muss während des Druckvorgangs kein Materialwechsel vorgenommen werden.

Extruder

Der Extruder ist die Druckdüse des 3D-Druckers. Das Filament wird geschmolzen und über eine Düse Schicht für Schicht gedruckt. Manche 3D-Drucker haben nicht nur einen Extruder sondern zwei. Dies wird dann als Dual-Extruder bezeichnet.

Farbwechselnde Filamente

Farbwechselnde Filamente sind thermosensitiv ausgerüstet und ändern je nach Temperatureinwirkung (Kälte/Wärme) ihre Farbe. Mit dieser Eigenschaft lassen sich Temperaturen optisch darstellen.

FDM Fused Deposition Modeling bzw. Schmelzbeschichtung

Sofern Kunststoff als Material für den 3D-Druck verwendet wird nennt man das Druckverfahren Fused Deposition Modeling (FDM). Durch die Erwärmung wird der Kunststoff verflüssigt und so durch die Düse gepresst. Durch die Abkühlung verfestigt sich der Kunststoff. Je nach Kunststoff-Art (z. B. ABS, PLA, PVA, ..) ist die Abkühlungszeit unterschiedlich lang. Im Grunde gleicht der Vorgang wie bei einer Heißklebepistole. Ein anderes Verfahren zum Drucken ist die Stereolithografie.

Glow in the Dark Filamente

Glow in the Dark Filament beinhaltet fluoreszierende Farbelemente und leuchten dadurch im dunkeln.

Heizbett

(siehe auch Beheiztes Druckbett) Ein Heizbett beim 3D-Druck verbessert die Druckqualität. Gerade bei der Verarbeitung von ABS kommt es bei Druckobjekten mit großen Volumen zum Verzug. Um dem Verzug vorzubeugen wird die Druckfläche beheizt erhitzt und auf das Heizbett gedruckt.

HIPS-Filament

HIPS (High Impact Polystyrene) lässt sich in Limonenextrakt auflösen und ist dadurch ideal als Stützmaterial für komplexere ABS-Strukturen geeignet. Beim Druck wird ein beheiztes Druckbett empfohlen.

Kapton-Tape / Polyamid-Klebeband

Das Kapton-Klebeband (Polyamid-Klebeband) kommt beim 3D Druck mit einer beheizten Druckplattform zum Einsatz. Dabei wird die komplette Druckplattform mit diesem beklebt, damit das extrudierte Filament besser auf der Druckplattform haften bleibt. Das Kapton-Tape ist speziell für hohe Temperaturen ausgelegt und unterstützt die Kühlung der Plattform. Jedoch mussbeachtet werden, dass das Polyamid-Klebeband in Bezug auf Hitzebeständigkeit auch seine Grenzen besitzt, sodass im Falle einer zu hohen Temperatur, sich dieses unter Umständen entzünden kann.

Messschieber

Der Messschieber ist ein beliebtes Instrument und zählt zu den Standardwerkzeugen im 3D-Druck. Mit dem Messschieber lassen sich die gedruckten Objekte einfach nachmessen. Die meisten Messschieber besitzen eine digitale Anzeige.

PLA-Filament

PLA Filament (Polyactide Acid) wird von vielen 3D-Drucker-Herstellern als Druckmaterial empfohlen. PLA besitzt eine geringere Schmelztemperatur im Vergleich zu ABS und zeichnet sich durch eine sehr gute Farbstabilität und geringen Verzug aus. Des Weiteren besitzt PLA eine hervorragende UV-Beständigkeit. PLA beginnt bereits bei 60 Grad weich zu werden, dies ist für Objekte mit einer hohen Belastung nicht optimal. Das Filament kann ohne ein Heizbett gedruckt werden. Für bessere Druckergebnisse lohnt es sich das Druckbett auf ca. 60 Grad einzustellen. Die optimale Drucktemperatur liegt bei ca. 180-220 Grad.

PVA-Filament

PVA (Polyvinylalkohol) wird häufig als Supportmaterial (Stützmaterial) eingesetzt. In Kombination mit eine Dual-Extruder lassen sich ideal Objekte mit großen Überhängen drucken. Das verwendete Supportmaterial lässt sich nach dem Druck mit Wasser auflösen. Ein warmes Wasserbad beschleunigt die Auflösung. Der Schmelzpunkt von PVA liegt bei ca. 210 Grad.

Rapid Prototyping

Rapid Prototyping bedeutet schnelles Produzieren eines Objektes basierend auf CAD-Daten anhand von unterschiedlichen Verfahren.

Schmelzverfahren

Das Schmelzverfahren wird oft auch als Fused Deposition Modeling (FDM) bezeichnet. Bei dieser Technik wird ein Feststoff (meist Kunststoff) in der Druckdüse per Hitze verflüssigt und schichtweise aufgetragen. Je nach verwendetem Extruder ist auch der Druck mit Ton, Schokolade, Teig, Holz (Mischung aus Holzmehl und Harz), ABS, Nylon oder wasserlöslichem Polyvinyl-Alkohol (PVA, häufig als Stützmaterial eingesetzt) möglich. Auf diesem Verfahren basieren die meisten Einstiegsdrucker sowie die Modelle auf Basis des Open-Source-Projects RepRap.

Sinter-Verfahren

Siehe Schmelzverfahren.

STL Format

STL Format (Standard Tessellation Language ist ein Dateiformat welches für verschiedene 3D-Software Pakete konstruiert wurde. Das Dateiformat dient als Schnittstelle zwischen 3D-Drucker und CAD-Programm.

Sterolithografie (STL oder SLA)

Hier werden flüssige Kunststoffe, die per Licht aushärten, in ein Bassin gefüllt. Das Modell entsteht schichtweise indem der Kunststoff per Laser oder DLP-Projektor belichtet und damit der Aushärtungsprozess in Gang gesetzt wird. Allerdings sind die so gedruckten Objekte nicht sonderlich belastbar.

Supportmaterial bzw. Stützmaterial

Supportmaterial (auch Stützmaterial genannt) besteht aus löslichen Filamenten wie z. B. PVA. Das Supportmaterial dient um Objekte mit großen Überhängen zu drucken. Da der 3D-Drucker nicht in der Luft drucken kann, muss erst eine Basis für den eigentlichen Druck geschaffen werden. Wenn das Objekt fertig gestellt ist, wird das Supportmaterial aufgelöst. Im Fall von PVA wird es mit warmen Wasser entfernt.

Weitere Infos und sonst alles rund um den 3D-Druck gibt es im Magazin 3D Druck.